(Kolumbien)
Alle Straßen, die ich kenne,
sind ein langes Selbstgespräch von mir,
voller Menschen, die Bäume sind,
geschüttelt von dunklen Ereignissen.
Wenn die Sonne
auf den Balkonen aufbläht
und mit ihrer Wärme
den sinkenden Staub zerteilt.
Die Leute, die ich finde, sind einfach
nur Steine
ich weiß nicht warum
sie rollen vorbei.
Mit ihren Augen
schauen sie feindselig auf mich.
Bin ich denn ihnen allen ein Feind?
Ich kann bei ihnen kein freies Bewußtsein finden,
wie bei einem Verbrecher oder bei
einem Künstler,
aber ich weiß,
sie alle kämpfen für sich allein,
um das Erstrebte zu erlangen.
Alle die Straßen, die ich kenne,
sind ein langer Trauergesang.
Der Sturm meines Lebens läuft
in die falsche Richtung
oder ich habe den falschen Weg eingeschlagen.
Ich bewege mich genauso schnell wie der Fluß
so bleibt das Ufer
immer dasselbe,
es verschwindet nicht
ich lasse es nicht hinter mir,
ich lasse es nicht hinter mir,
ich bewege mich nicht vorwärts.
Ich weiß: wenn ich aufhöre zu schwimmen,
wird mich die Strömung abtreiben
- der Fluß kennt seinen Weg
sogar in Dunkelheit.
Aber ich vergesse mein Ziel
Nicht zurückzukehren.