(Bukarest)
(Ce se
întâmpla ?)
meine Angst vor mir selbst, Angst vor der Kraft
die ich ununterbrochen gegen mich einsetze.
Komm näher. Du bist meine Gegenwart, mein Mund aus Luft.
Bereite das Gefühl des Lebens vor
so als würdest du beim Bau einer unsichtbaren Kathedrale schuften.
Und vergiß daß du wie Augustin nur die
Tatsache zu lieben
lieben kannst. Vergiß. Liebe mich. Berühre mich.
Ich bin lebendig. Erschrecke nicht!
Enthülle meine Augen mit denen ich
Deine Zeichen erkennen kann,
die Träume, die Hände, dein Gesicht von allen Männern getragen
aus meinem Weg. Geduldig bringe mich wieder
zur Vernunft.
Gib mir die Kraft wieder eine einfache Frau zu werden
und dem Mann zu folgen der mich mir
wieder schenkte
so wie der Himmel den Vägeln die Tiefe des Freiheit schenkt,
wie das Meer den Haien die gleichgültige Gelegenheit
der Höhen.
Was passiert eigentlich? Endgültiger Brand?
Oder vielleicht noch mehr.
(Te deschizi precum noptile)
Du öffnest dich wie die weisen Sommernächte,
wie die Magnolien ; schüchtern
voller Respekt vor der am helllichten Tag
verschwundenen Sonne, ich glaube aber an ihre anmutige
Konsequenz noch einmal zu erscheinen.
Endlich, endlich geschieht was mit mir:
in dem verlassenen Garten der Fontainebleau Burg
blühen triumphierend die Magnolien
und du öffnest dich in der frostigen Luft
indem du mir von der
Prophezeiung der Erinnerungen, die uns stürmen werden erzählst.
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Aura CHRISTI: geboren am 12. Januar 1967 in Khischinew, Republik Moldova. Studium: Gymnasium "Gh. Asachi" in Khischinew,
Staatsuniversität Khischinew (Journalistik).
Lebt seit 1993 in Bukarest. Redakteurin bei der rumänischen Kulturzeitschrift "Contemporanul. Ideea europeana".
Mehrere Gedichtbände und Literaturpreise.