Amelia STANESCU

(Constanta)

 

 

 

            ***

 

Lassen wir

alles beiseite, sagte ich dir,

bis morgen haben wir Zeit

un in den Schubladen sauber zu machen am morgen

wird das Warmwasser fließen die beine werden es wie

ein Komet durchdringen

bleiben wir noch ein wenig in der Ewigkeit

hinter den Spiegel

der vorgestellte Tortenschädel macht ein Nickerchen  der Opa

wir werden Feigen essen du wirst mich auf den Knien halten

die linke Hand wird das Schweigen aus

allen Dingen auf dieses Planet nur ich

bin keine Hausfrau aber wir werden

cache-cache à la carte zusammen spielen.

 

 

 

            ***

 

Ich trage bis zum Abnutzung

mein Herz und meinen  Körper

bis ich fühle wie ich durch ein Auge

der Verwirrung atme

die eiförmige Fingerabdrücke des Lebens

Zwischenzeiten in sensuellen Falschheiten

gestotterte Ticken bis zu einer genauen Stunde

des erhabenen Weckens

oder vielleicht die, in der Wasseruhr des Wesens

abgewürgte Träne.

 

 

 

            ***

 

Sie begruben uns.

das Magierlächeln der Gewässern

 

von Stein hast du deine Waffen gelassen

dein Mund wie ein Echo

Teufeln zur Sonne

hinsterbende Versuchung

 

 

 

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Meine Einsamkeit zählt ihre Schritte zum Gott

Ist  es noch weit?

ich stieg in mir von der Knöchelspitze auf

die Himmel ist blau

ohne schüchterne Umgehungen

prüde Verstecke fleißiges Schweigen

laß uns die Unendlichkeit entjungfern  das Blut

steigt mühsam auf in das bemessene Rhythmus des Mondes

du hast das Curriculum vitae vergessen

deine Hände erbauen das Schauen von Innen

jemand schlägt das Klopfbrett

es wickelt dich ein, erwürgt deine Haare von danach

vom weitem von hinter die Übehrquerung des Nichts

 

 

 

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für ein Blatt, für das erste Mal

aus Sand

nur die Tiefe der Welle die die Harmonie jener Todeskanone abstimmt

deine Stimme

das entfernte Leben

mein ewigen Krebsdasein

nur eine Sekunde...

bis morgen.

 

 

 

***

 

hungrig das Blut

schindet deine Ewigkeitsscheinbarkeit

hinter der Ufer Matamorphosis des Todes

das Meer singt schaurig

Jahre danach

wird die Urne der erhabene Kuß

ihrer jungfräulichen Schultern

in einer Welle aus Sand.

 

 

 

***

 

Verdammt...

sagte ich mir: als durch die Luft Regentropfen schrien banden wir uns an einer Hand aus Knochen und Licht fest und ich frage mich gar nicht 

warum meine linke Hand deine Luft

braucht

 

 

 

***

 

Es war so still

in der Einsamkeit,

daß wir unsere Herzen sehen konnten, wie sie uns zum Festmahl der Ziegenjäger hinschoben

unsere Hände blieben Köder

der Honigwaben-Kuß

Wald ohne Schicksal

rätselhafter Waldhüter

die Natur entfaltet uns in einem Buch

 

 

 

Dt.-Übersetzung: Radu Barbulescu

 

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Geboren am 22.6.1974 in Constanta/Rumänien. Gymnasium in Constanta. Fakultät für Literatur  und Theologie (Fach: Rumänisch und Franzäsisch) in Constanta. Veräffentlichungen in rumänischen (Tomis, Luceafarul, Observator-München) )und deutschen (archenoah) Literaturzeitschriften. Gedichtbande:  "Cautatori de cuvinte“ (Wortesucher), Constanta 1994 und "Versuri/Gedichte", zweisprachig, München 1999. Observator-München-Literaturpreis für Schüler und Studenten 1992.